Wuhletalbrücke in Marzahn: Rot-rot-grünes Totalversagen

 

Die Märkische Allee ist eine der wichtigsten Ausfallstraßen Berlins. Die
völlig marode Wuhletalbrücke, die Mitte der 1970er Jahre gebaut wurde,
ist seit Monaten halbseitig gesperrt. Eine Vollsperrung steht kurz
bevor; die Sanierung ist laut Senat nicht mehr möglich. Mit dem Neubau
einer Ersatzbrücke will man jedoch nicht vor 2021 beginnen.

 

„Der gesamte Vorgang ist an Stümperhaftigkeit nicht mehr zu überbieten“,
sagt Lindemann. Erst habe man eine Sanierung jahrelang verschleppt, da
laut Senatsangaben kein Fachpersonal für die Planungen zur Verfügung
stand. Nun sei die Brücke dermaßen heruntergekommen, dass nur noch ein
Abriss und Neubau der Brücke in Frage käme. Angeblich sei im Haushalt
ein Betrag i.H.v. knapp 8,4 Mio. Euro eingestellt. Anstatt aber nun den
Neubau massiv voranzutreiben, schliefe der Senat gemütlich weiter.

„Nun lässt man sich mit dem Baubeginn bis 2021 Zeit, da das Projekt
europaweit ausgeschrieben werden muss“, stellt Lindemann fest.
Rot-rot-grün wolle ernsthaft den gesamten Verkehr auf der Märkischen
Allee für Jahre über die Abzweige zur Wuhletalstraße umleiten. „Der Stau
wird zu Stoßzeiten wahrscheinlich bis zum Eastgate reichen“, so
Lindemann weiter.

 

Dass die Einwohner von Marzahn-Nord mit seinen großen Wohngebieten, sowie Massen von Berufspendlern aus Brandenburg bis in die 2020er Jahre hinein täglich
zweimal im Stau stehen, scheint rot-rot-grün völlig egal zu sein“, meint
Lindemann. Er sehe hier eine bewusste Behinderung des Individualverkehrs
auf dem Rücken der Berufstätigen. „Ich erwarte, dass unsinnige
EU-Verwaltungsverfahren in diesem speziellen Fall deutlich verkürzt
werden und der Bau zeitnah beginnt“, so Lindemann weiter. Wer jahrelang
schliefe, anstatt dringend notwendige Brückensanierungen durchzuführen,
müsse dann eben auch mal zu unorthodoxen Maßnahmen greifen. „Die
Aufrechterhaltung der Verkehrsströme ist Senatsaufgabe“, betont
Lindemann. Er erwarte, dass der Senat seine Aufgabe gegenüber der
Bevölkerung erfülle und dabei weitere unnötige Härten vermeidet.

 

U-Bahn bis Turmstraße?

 

Moabit. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Abgeordnetenhauses haben die Baustelle der U5-Verlängerung zum Hauptbahnhof in Augenschein genommen. Nach der Besichtigung fordert der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Gunnar N. Lindemann, die Verlängerung der U-Bahnlinie vom Hauptbahnhof bis zur Turmstraße mit der Möglichkeit zum Umsteigen in die U9. Den Bau einer Straßenbahn nach Moabit ohne eigene Trasse bezeichnete er als „Hirngespinst“. Die AfD hat zu ihrer Forderung einen Antrag ins Abgeordnetenhaus eingebracht.

 

https://www.berliner-woche.de/moabit/c-verkehr/u-bahn-bis-turmstrasse_a188842?fbclid=IwAR0XIyI-Gq5jk1HM-Uzm__ASL8qZIc68EJwyqZxiQihq9DVfEhIwWFM53Mw